29.11.2017 Chefarzt (m/w) Hals-Nasen-Ohrenheilkunde | Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen Hals-Nasen-Ohrenheilkunde | Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen 21107 Hamburg

Chefarzt (m/w) Hals-Nasen-Ohrenheilkunde | Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen

Name der Organisation: Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand
Funktion: Chefarzt
Fachrichtung/Spezialisierung: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde | Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Art der Organisation: Klinik / Krankenhaus
PLZ Ort: 21107 Hamburg
Land: Deutschland
Referenznummer: medizinerkarriere.de-66939. Bitte immer angeben!*
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Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
Groß-Sand 3 · 21107 Hamburg
040 - 752 050
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„Herzenssache“: Chefarzt operiert in Paraguay
Wilhelmsburg, November 2017: Jeder vierte Mann weltweit erleidet im Laufe des Lebens einen Leisten- oder Bauchwandbruch. Bei uns kein großes Problem: Ein kurzer Eingriff und Betroffene sind schnell wieder in Form. Nicht so in Ländern, wo spezialisierte Mediziner fehlen und OPs für die meisten Menschen unbezahlbar sind. Der Wilhelmsburger Chirurgie-Chef Dr. Wolfgang Reinpold hilft mit seinen jährlichen „Hernienmissionen“. Am 17. November packt er zum 11. Mal die Koffer – erneut ist Paraguay das Ziel.
Dr. Reinpold erzählt von einem Patienten. Aus Datenschutzgründen nennt er ihn Andres Rojas. Vor gut einem Jahr operierte er den paraguayischen Landwirt in einer Klinik der Hauptstadt Asuncion „in letzter Minute“. Rojas schwebte in Lebensgefahr. Er hatte eine Bauchfellentzündung – infolge eines eingeklemmten Leistenbruchs. „Der Patient ist ein Beispiel von vielen. Auf unseren Hernienmissionen in verschiedene lateinamerikanische und afrikanische Länder erleben wir es leider immer wieder, dass Leisten- oder Bauchwandbrüche dramatische Ausmaße annehmen“, berichtet Dr. Reinpold, Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus Groß-Sand, der sich seit langem auf die Behandlung sogenannter Hernien spezialisiert hat.
Andres Rojas hatte seinen Bruch beinahe zehn Jahre mit sich herumgetragen. Mittlerweile war die Hernie fußballgroß, starke Schmerzen beeinträchtigten den Landwirt bei der täglichen Arbeit. Eine OP, die in Paraguay in der Regel privat finanziert werden muss, war für ihn unbezahlbar. Doch dann trat der Notfall ein: Teile des Darms klemmten ab, es kam zum Darmverschluss und dann zur lebensbedrohlichen Situation. „Hätten wir nicht sofort operiert, wäre der Patient mit großer Wahrscheinlichkeit gestorben“, so Dr. Reinpold.
Heute kann Rojas wieder arbeiten. Sein Bruch ist mit einem Kunststoffnetz verschlossen, das auch schwerem Heben standhält. Keine Selbstverständlichkeit: Auch wenn solche Netze bei uns längst Standard sind, sind sie in Ländern wie Paraguay kaum verfügbar. Zudem haben die wenigsten Chirurgen Erfahrung mit entsprechenden OP-Verfahren. „Viele Brüche werden daher einfach zugenäht“, beklagt Dr. Reinpold. „Vor allem bei Belastung kommt es dann in sehr vielen Fällen zu Wiederholungsbrüchen, die oftmals deutlich komplizierter zu beheben sind. Für die Patienten ein Teufelskreis.“
100 OPs in 1 Woche
Andres Rojas hatte Glück. Er war einer von rund 40 Patienten, die Reinpold und Team im Rahmen der Hernienmission 2016 unentgeltlich operiert und mit einem Kunststoffnetz versorgten. Mehr als doppelt so viele Operationen sind 2017 geplant – dieses Mal in drei verschiedenen paraguayischen Kliniken.
Langfristiges Ziel der Hernienmissionen, die unter der Schirmherrschaft der internationalen Organisation „Hernia Help“ stattfinden, ist jedoch die Ausbildung lokaler Chirurgen. „Neben der kurzfristigen Hilfe für Patienten in Notsituationen geht es uns insbesondere um eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung vor Ort. Wir machen die chirurgischen Kollegen mit modernen Netzeinlageverfahren vertraut und stellen ihnen daraufhin Netze zur Versorgung mittelloser Patienten zur Verfügung“, so Dr. Reinpold. Um ausreichend Kunststoffnetze und weitere OP-Materialien anzuschaffen, werden Spenden benötigt. „Da wir alle Reisekosten selbst tragen, kommt jeder gespendete Euro direkt der Versorgung bedürftiger Hernien-Patienten zugute“, betont Dr. Reinpold.
Hernienzentrum Groß-Sand
Im spezialisierten Hernienzentrum am Krankenhaus Groß-Sand operieren Dr. Reinpold und Team jährlich rund 1.300 Patienten mit Leisten- und Bauchwandbrüchen. Damit nimmt die Klinik eine bundesweite Spitzenposition ein. Eine Besonderheit: MILOS, ein in Wilhelmsburg entwickeltes, besonders komplikationsarmes OP-Verfahren, das sich mittlerweile auf der ganzen Welt durchsetzt.
Dr. Wolfgang Reinpold: „Wir möchten, dass auch Patienten in weniger privilegierten Situationen von unserem Know-how und unserer Erfahrung profitieren. Die humanitären Hernienmissionen sind uns daher nun schon seit 11 Jahren eine echte Herzenssache und über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen.“
Spendenkonto:
Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
IBAN: DE50200505501263137497
BIC: HASPDEHHXXX
Bitte geben Sie als Verwendungszeck „Spende Hernienmission“ an. Selbstverständlich wird auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausgestellt – dafür sind Name und die vollständige Adresse erforderlich.
Informationen über das Krankenhaus
Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Std. Notaufnahme, 208 Betten und 20 Plätzen in der geriatrischen Tagesklinik. Zum Leistungsspektrum zählen die internistische und chirurgische Notfallversorgung für Wilhelmsburg und den Hamburger Hafen, das Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation, ein zertifiziertes Hernienzentrum, Orthopädie mit Endoprothetik sowie eine Seemannsambulanz. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und verfügt über eine angeschlossene Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.
Leitung Marketing
Sarah Sieweke
Telefon:
+49 (0)40 75 205 - 284
Fax:
+49 (0)40 75 205 - 98284
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